BVB-Geschichte

Jahr Ereignis
1874 Erstes Projekt für eine Pferdestrassenbahn in Basel.
1881 11. Juli: Eröffnung des Tramomnibus. Es handelt sich um ein von Pferden gezogenes Strassenfuhrwerk.
1895 6. Mai: Eröffnung der elektrischen „Basler Strassenbahnen“ (BStB), der ersten nicht privaten, sondern von einer staatlichen Behörde betriebenen Strassenbahn der Schweiz. Die erste Linie führt vom Centralbahnhof über die Mittlere Brücke bis zum alten Badischen Bahnhof am Riehenring (heutiges Messegelände).
1897 Birsfelden erhält als erste Vorortsgemeinde eine Tramverbindung mit der Stadt.
1900 Die Basler Strassenbahnen überfahren die Landesgrenze (Linie nach St. Ludwig).
1905 Streik der Strassenbahner, im Anschluss daran Zusammenschluss der verschiedenen Personalvereine zum „Centralverein der Basler Strassenbahn-Angestellten“ (dieser Verein geht später im VPOD auf).
1910 Jeder fünfte Staatsangestellter ist ein "Drämmler".
1914 Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die grenzüberschreitenden Strassenbahnlinien bleiben bis 30. September 1915 eingestellt.
1930 Die ersten zwei Autobuslinien werden dem Betrieb übergeben: (Kleinhüningen-)Claraplatz–Hörnli und (Claraplatz-)Burgstrasse-Bettingen.
1934 Mit der Eröffnung der Linie St. Johann Bahnhof- Dreirosenbrücke-Mustermesse ist der Tramnetzausbau abgeschlossen.
1939 Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Mehrere Abschnitte des Tramnetzes und eine Autobuslinie werden stillgelegt. Wiederinbetriebnahme 1946/47. In den Kriegsjahren beschäftigt die BStB erstmals Frauen als Billeteusen.
1941 Wegen Brennstoffmangel wird die Autobuslinie Claraplatz–Hörnli auf Trolleybusbetrieb umgestellt. Basel erhält damit seine erste (und bis 1956 einzige) Trolleybuslinie.
1946 Ein neues Organisationsgesetz bringt eine umfassende Reorganisation des Unternehmens. Der Grosse Rat und der neu geschaffene Verwaltungsrat erhalten umfassende Kompetenzen, diejenigen der Direktion werden zurückgebunden. Das Unternehmen erhält den neuen Namen „Basler Verkehrs- Betriebe“ (BVB).
1947 Der schwerste Unfall in der Geschichte der BVB fordert am Aeschenplatz sechs Menschenleben.
1948 Die ersten vierachsigen so genannten Grossraumwagen werden in Betrieb genommen.
1955 Die Automobilverbände ergreifen das Referendum gegen einen Kredit für neue Tramwagen. Der heftig geführte Abstimmungskampf bildet den Höhepunkt in ihrem Kampf gegen die Strassenbahn: ihr erklärter Wille ist es, das Tram aus den Strassen von Basel zu verbannen. In der Volksabstimmung wird der Tram-Kredit mit 19 631 Ja zu 16152 Nein abgelehnt. Eine Spätfolge dieser Niederlage ist die Umstellung der Strassenbahnlinie Schützenhaus- Johanniterbrücke-Badischer Bahnhof auf Autobusbetrieb im Jahre 1966, bzw. Trolleybusbetrieb ab 1968.
1957 Umstellung der Strassenbahnlinie Landesgrenze - Saint-Louis auf Autobusbetrieb (1961 wird die Linie nach Hüningen und 1967 auch das Lörracher Tram auf Busbetrieb umgestellt).
1961 Die BVB stellt erneut Frauen als Billeteusen ein. Im gleichen Jahr plant das Unternehmen die grösste Trambeschaffung seiner Geschichte. Schindler oder Düwag? Schweiz oder Deutschland? - Düwag macht das Rennen.
1965 Beginn der Umstellung auf billeteurlosen Betrieb. Der erste Billettautomat wird 1967 aufgestellt, seit 1970 verkehren alle Trams und Busse billeteurlos.
1969 Mit „Tram-Sit-ins“ protestieren junge Baslerinnen und Basler gegen eine Tariferhöhung. Die Progressiven Organisationen lancieren die Gratistram-Initiative. Sie wird 1972 mit 46 090 Nein zu 6 621 Ja verworfen.
1973 Die autofreien Sonntage bringen Höchstfrequenzen.
1975 Der Tarifverbund mit der Linie 10 der BLT markiert den Beginn der Realisierung des Tarifverbundes Nordwestschweiz.
1979 Die Taxi-Zentrale übernimmt mit Kleinbussen den Betrieb auf der Riehener Quartierbuslinie 35; weitere Kleinbuslinien folgen.
1979 Die letzten der alten zweiachsigen Tramwagen scheiden aus dem planmässigen Betrieb aus. Einige von ihnen stehen aber heute noch für Nostalgiefahrten zur Verfügung.
1980 Inbetriebnahme der ersten rechnergestützten Betriebsleitstelle.
1984 BVB und BLT lancieren das „Umweltschutzabonnement“. Es erlangt international Beachtung. Die Frequenzen steigen wegen des günstigen Tarifs innert weniger Jahre um mehr als 25%.
1986 Einführung der Vorortslinien von Dornach und Rodersdorf in die Innenstadt und Verbindung via Theaterbogen zur durchgehenden Linie 10.
1987 Wird der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) realisiert, an dem ausser BVB und BLT auch SBB, PTT, Waldenburgerbahn, die Autobus AG Liestal und der Stadtbus Rheinfelden beteiligt sind.
1987 Die BVB stellt erstmals Frauen als Wagenführerinnen ein.
1992 Inbetriebnahme des ersten hundertprozentig niederflurigen Gelenktrolleybusses der Welt.
1994 Nach Umbau der Bankvereinkreuzung (Einbau zusätzlicher Gleisbögen) wird die Linie 11 als letzte Vororts-Tramlinie zur Durchmesserlinie und vom Aeschenplatz bis Saint-Louis Grenze verlängert.
1995 Die BVB feiert ihren hundertsten Geburtstag mit zahlreichen Veranstaltungen für Personal und Bevölkerung.
1999 Der kundenfreundliche, leicht merkbare 71/2-Minuten-Taktfahrplan wird eingeführt. Mit einem Niederflur-Mittelteil ausgestattete Gelenkmotorwagen und Anhänger gewähren stufenloses Einsteigen auf den Linien 3, 6 und 8. Das neue, hellere Grün und das neue BVB-Logo halten Einzug.
2000 Auf allen Buslinien fahren klimatisierte Niederflurbusse.
2001 Im Zusammenhang mit EuroVille ergeben sich mehrere Veränderungen am BVB/BLT-Liniennetz und die Einführung der neuen Flughafenlinie 30, welche vom Bahnhof aus auch das Gebiet Universität/Spitäler direkt erschliesst.
2002 Alle 28 neuen, 43 m langen, klimatisierten Niederflurtrams sind abgeliefert.
2004 Am 12. März ordnet der Hersteller Siemens aus Sicherheitsgründen die Stilllegung aller 28 Combino-Trams an. Die Fahrzeuge können zwar ab Mitte April nach und nach wieder in Betrieb genommen werden, aber es steht noch eine gründliche Sanierung auf Kosten des Herstellers bevor.
 2005 Mit der Einführung der neuen Buslinie 30 zwischen Bahnhof SBB und Bad. Bahnhof wird erstmals seit 1966 wieder eine Verbindung der beiden Bahnhöfe via Johanniterbrücke geschaffen und dabei die Universität und die Spitäler direkt mit dem Bahnhof SBB verbunden.
 2006 Verselbständigung der BVB als öffentlich-rechtlicher Betrieb mit Selbstverantwortung, auch im Rechnungswesen. Feder-Masse-System eingebaut am Steinenberg – Musiksaal ohne Tramlärm! 
 2008 Ende des seit 1941 bestehenden Trolleybusbetriebs zugunsten von neuen Durchmesserlinien mit den neu abgelieferten Gasbussen. So wird in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Grenzach-Wyhlen und der SBG die neue grenzüberschreitende Linie 38 von Grenzach-Wyhlen quer durch die Stadt bis Allschwil eröffnet. Im Dezember findet in Kleinhüngen der Spatenstich für "Tram 8 grenzenlos", die neue grenzüberschreitende Tramlinie nach Weil am Rhein, statt.
 2009 Einführung der neuen Buslinie 48 Allschwil - Bahnhof SBB und der Tramlinie 21 Bad. Bahnhof - Bahnhof St. Johann. Ebenso wird die Tramlinie 1 nach acht Jahren wieder aus der Gasstrasse entfernt und über die Entenweid- und Voltastrasse zum Bahnhof St. Johann geführt.
 2011 Das Depot Wiesenplatz wird nach einer Sanierungs- und Umbauphase am 18. Juni feierlich wiedereröffnet.
 2014 Die ersten zwei der ingesamt 61 neuen FLEXITYBasel-Trams gehen am 10. November in den Fahrgastbetrieb. 
Erstmals nach 47 Jahren fahren wieder Trams nach Deutschland: Die Verlängerung der Tramlinie 8 nach Weil am Rhein wird am 14. Dezember in Betrieb genommen.
 2015 Die BVB beschafft 55 neue Gelenkbusse, die ersten zwei Busse werden Ende  April ausgeliefert.  
Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Linie 3 nach St. Louis beginnen: Im April auf französischer Seite, am 23. November erfolgt der offizielle Spatenstich auf Basler Boden. Die Linie soll Ende 2017 in Betrieb genommen werden.
 2016  Die BVB gründet zusammen mit der Baselland Transport AG (BLT) das gemeinsame Tochterunternehmen mit dem Namen Moving Media Basel AG. Dieses ist für die Vermarktung sämtlicher Werbeflächen in und an den BVB-und BLT-Fahrzeugen zuständig.