BVB-Geschäftsjahr 2006: Trotz knapper Mittel viel erreicht

Das erste Mal seit Jahrzehnten konnte die BVB 2006 ein Geschäftsjahr ohne Defizit und mit einem kleinen Gewinn abschliessen. Diejenigen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, welche im Jahre 2005 für die Verselbstständigung der BVB gestimmt hatten, werden mit diesem Abschluss bestätigt. Die BVB hat ihr Versprechen eingehalten.

Dem Kanton Basel-Stadt sind die durch die BVB zu erbringenden Leistungen im Jahre 2006 genau CHF 43'696’966.00 wert. Der Kanton erhält damit einen erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Nicht nur dass die täglich 330'000 Fahrgäste der BVB bedeuten, dass jeden Tag zwischen 50'000 bis 100'000 Fahrzeuge weniger Schadstoffe ausstossen, sie würden jährlich rund 35'000 Tonnen CO2 zusätzlich emittieren. Diese Anzahl Fahrzeuge müsste auch parkiert werden, Parkplätze welche somit nicht zur Verfügung gestellt werden müssen. Das generiert bei einem durchschnittlichen Preis von CHF 80 pro Parkplatz und Monat einen volkswirtschaftlichen Nutzen von zwischen CHF 50 bis CHF 100 MIO.

Zur Sicherung des finanziellen Resultates musste sich die BVB allerdings einiges einfallen lassen. Ein restriktives Kostenmanagement ging parallel mit grossen Anstrengungen bei der Produktivitätssteigerung. Erfreulicherweise konnte gleichzeitig die Einnahmenseite verbessert werden. So sind die Fahrgastzahlen weiter gestiegen, was zu Mehreinnahmen aus dem TNW von 1,3% geführt hat, und auch die Werbeeinnahmen verbesserten sich überdurchschnittlich.

Marktforschungen zeigen, dass für diejenigen Wege, für welche die Benützung von Tram und Bus zweckmässig ist, die Bevölkerung auch tatsächlich die BVB als erste Wahl benützt. Dies ist der BVB Verpflichtung zur stetigen Verbesserung des ÖV beizutragen. Mit der geplanten Verlängerung der Tramlinie 8 nach Weil sollen Pendler- und Einkaufsverkehr zum Öffentlichen Verkehr gebracht werden. Die damit verbundene Verknüpfung des Tramsystems mit der Regio S-Bahn beim Bahnhof Weil wertet des ÖV-System als Ganzes auf.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der BVB ist es, den Zugang zum Öffentlichen Verkehr weiter zu vereinfachen. Dazu werden auf Herbst 2007 neue Billettautomaten eingeführt, welche mehrere Vorteile für die Kunden bieten. Neben der einfachen Bedienung via Bildschirm, wie man sie bereits von Bancomaten oder von den neuen SBB-Billettautomaten kennt, ist vor allem das erweiterte Sortiment und die Ausdehnung auf andere Zahlungsmittel wie den Euro oder auch Euro- und Postcard bemerkenswert. Das U-Abo wird ab dem Automaten bezogen werden können, und Billette für Frankreich können bis Mulhouse und für Deutschland für den gesamten RVL gelöst werden.

Am Beispiel erfolgreicher Angebotsverbesserungen wird sichtbar, dass die BVB auf Kundenerwartungen richtig reagiert. Die Buslinien 30, 33 und 50 dürfen als eigentliche Publikumsrenner bezeichnet werden. Über 30% mehr Fahrgäste verzeichnete die Flughafenbuslinie 50 und die Uni-Buslinie 30 fährt morgens mit Gelenkbussen bereits im 3-Minuten-Takt, meist proppenvoll. Die Verlängerung der Linie 33 nach Schönenbuch hat die direkte Erreichbarkeit der Basler Innerstadt weiter verbessert.

Die BVB hat ihre Versprechen eingehalten, sie erfüllt ihren Auftrag trotz knapper Mittel.

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Quelle:
Online im Internet; URL: http://www.bvb.ch/24.05.2007.2007
[Stand: 15.06.2010, 08:24:18 Uhr]

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